
Dirndl. Dunst. Dezember.
Fabienne & Max – Trachtenhochzeit im Winternebel
Kurz vor Weihnachten hing der Nebel so dicht über den Dächern, dass die Welt ein bisschen stiller wurde. Fabienne trug ein cremefarbenes Dirndl mit Spitze und eine weiche Strickjacke, Max Lederhose, Trachtenjanker und Kniestrümpfe. Die beiden gaben sich ihr Ja-Wort in einem historischen Trauzimmer mit Holzbalken und Kronleuchter, zogen danach mit Sekt hinaus in den Dunst und feierten am Abend in einer Scheune voller Lichterketten. Ich liebe Hochzeiten, die sich trauen, anders zu sein – und diese war vom ersten Augenblick an ganz und gar Fabienne und Max.
Ein Ja unter Holzbalken
Im Trauzimmer standen zwei Stühle bereit, mit kleinen Holzkreisen für Mrs und Mr – schon da musste ich schmunzeln. Fabienne wirkte ganz bei sich, den Strauß locker in der Hand, das Licht weich auf der Spitze ihres Dirndls. Als sie ihr Eheversprechen von einem kleinen Zettel las, hielt Max ihre Hand und senkte den Blick. Kein großes Theater, nur zwei Menschen, die es ernst meinen. Von oben, unter dem Kronleuchter, sah das Paar fast winzig aus – und doch war es der größte Moment im Raum.






Sekt im Nebel
Draußen hatte der Nebel alles in Weiß getaucht. Für mich als Fotografin ist das ein Geschenk: keine harten Schatten, kein unruhiger Hintergrund, nur ihr zwei und dieses weiche Licht. Max ließ den Korken knallen, Fabienne hielt lachend ihr Glas hin, und dann kam dieser Kuss mit den Sektgläsern in der Hand, als gäbe es ringsum nichts mehr. Vor einer alten Holztür bog er sie zurück, sie streckte den Strauß in die Luft – verspielt, filmisch, ein bisschen verrückt. Genau so, wie die beiden sind.









Geweih, Lichterketten, Gemütlichkeit
Am Abend ging es in eine Scheune mit Kronleuchter, Lichterketten und Geweihen an den Wänden. Warmes Holz, gedämpftes Licht, Tracht bis in die Kniestrümpfe – rustikal und trotzdem elegant. Fabienne und Max saßen mittendrin, entspannt und glücklich, während draußen der Dezember grau blieb. Liebe Bräute, die im Winter heiraten: Habt keine Angst vor Nebel, Kälte oder kurzen Tagen. Mit einer warmen Strickjacke über dem Kleid und etwas Mut zur Stimmung entstehen Bilder, die im Sommer niemals möglich wären.





„Manchmal ist der schönste Hintergrund einfach Nebel.“


